Das neue Jahr steht vor der Tür, je näher Silvester rückt um so mehr landen unzählige Emails in meiner Box, mit einem einzigen Hauptanliegen aller: Vorsätze, Ziele und wie alles ab morgen (01.01.19) perfekt zu funktionieren hat, dazu brauche ich nur mein Mindset zu „tunen“ und alles läuft wie geschmiert, was für eine Luftblase!!

Ich lege Dir gerne eine jeder Zeit machbare Alternative ans Herz: sei freundlich zu deinem „Nichtperfekten selbst“, er kann Dir mehr über dein „perfektes Selbst“ verraten als Dir zur Zeit bewusst ist. Aus Erfahrung, kann ich Dir sagen, dass ich manchmal die größten Schritte geschafft habe in dem ich mir vorgenommen habe nichts an mir zu verändern – anstatt dessen, mich so zu akzeptieren wie ich jetzt gerade bin: mit Freude & Leid, mit Erfolg & Versagen, mit Erfüllung & Sehnsucht, mit Liebe & Ablehnung. Die ganze menschliche Bandbreite darf einfach da sein.

Allein dadurch, dass du Dir das Geschenk der Selbst-Akzeptanz selbst gibst, mit dem Wissen, dass du das beste verdienst so wie du jetzt bist, legst du liebevolle und mächtige Samen der Wandlung an.

Anbei gebe ich Dir 3 wertvolle Tipps wie Du das neue Jahr mit tiefer Selbstfreundlichkeit starten kannst, anstelle von Selbstverurteilung und -Optimierungszwang

1. Gib all deinen Emotionen Raum: lege deine brave Maske ab, und zeige Dich auch mit unangenehmen Emotionen wie Wut, Traurigkeit oder Unzufriedenheit. Wenn du diese unterdrückt oder von Dir wegschiebst, kannst du dich darauf verlassen, dass diese Emotionen andere Wege finden durch Dich zum Ausdruck zu kommen, denn sie sind einfach Teil deiner Geschichte und wollen auch eine Rolle spielen, nicht mehr und nicht weniger. Achtsamkeitspraxis ist z.B ein Königsweg um unangenehmes in Dir zuzulassen.

2. Verzeihe Dir deine Fehler: vielleicht war das vergangene Jahr nicht so spektakulär, wie du es Dir erhofft hast. Vielleicht bist Du weiterhin bei einer Arbeitsstelle, die dich frustriert, vielleicht drehst du dich in deiner Partnerschaft weiterhin im Kreis, Du bist weiterhin auf der Suche nach dem perfekten PartnerIn, oder deine Finanzielle Herausforderungen zerren weiterhin an deinen Kräften. Was auch immer Du erreichen konntest in den Letzten 12 Monaten oder nicht, deine Verbitterung über Dich selbst lässt dich weder dich über deiner Situation besser fühlen noch hält für dich eine Lösung parat. Erkunde deine Emotionen und Verletzungen und hülle dich in Selbstmitgefühl für das was du jetzt fühlst. Selbstvergebung ist ein großer Schritt in Selbstakzeptanz, und bereitet dich für neues vor, wenn du aufhörst gegen Dich selbst anzukämpfen und alles nach deinem Willen kontrollieren zu wollen. Das Leben ist kein Design Show Room, wie es in den Medien-Spiritualität verkauft wird, das Leben ist lediglich eine Bewusstsein- und Herzensschule für das Menschsein mit allem was dazu gehört: Liebevolles & Ablehnendes, Gutes & Schlechtes, Helles & Dunkles, Schweres & Leichtes.

3. Akzeptiere dein menschliches „Nichtperfektes“ Selbst: es ist so leicht sein Leben mit anderen zu vergleichen, für dein innerer Kritiker ein Schlaraffen Land dich an deinem Nacken zu packen und dich voll durchzuschütteln, auf das du dich noch mehr anstrengst. Erkenne dieses als ein menschliches Phänomen, das jeder in sich kennt und schaue deinen Selbst-Zweifel in die Augen, nur so kannst du die Ketten des Selbst-Urteileden Denkens sprengen. Behandle dich selbst in diesen Momenten mit Selbst-Mitgefühl als ob du einen guten Freund trösten willst, der gerade eine schwierige Situation durchmachst.

 

Selbst-Freundschaft ist mein persönlicher Vorsatz für das kommende Jahr 2019.

 

Ich hoffe, dass ich Dir mit meiner Reflexion eine Inspiration sein konnte, um nicht auf jeden Zug der Selbst-Optimierung aufzuspringen, sondern Schritt für Schritt deine persönliche Linie achtsam und freundlich deine Spur nachziehst.