Bakterien sollen krank machen?

Von wegen, in unserem Darm leben Billionen dieser winzingen Lebensformen! Und wenn Du sie richtig hegst und pflegst, halten sie dich nicht nur gesund, sondern machen dich sogar glücklich

Alles eine Frage des Darms.

Dein Denken, fühlen und handeln wird von diesem Organ besonders beeinflusst. Es wiegt etwa 3 Kilo und hergt 100 Mio. Nervenzellen.

Doch es ist nicht unser Gehirn, von dem ich hier spreche, sondern seine Außenstelle: der Darm. Forscher nennen ihn auch das „Untergeschoß-Gehirn“.

Nach neusten Erkenntnissen ist dein Darm nicht nur ein Verdauungsorgan und Hauptsitz des Immunsystems, er ist maßgeblich daran beteiligt, wie du dich fühlst.

Der Neuro-Gastroenterologe Prof. Dr. John F. Cryan vom University College Cork geht als Experte so weit zu sagen:

 

„Wer ein gesundes Gehirn und ein gesunden Geist haben will, braucht einen gesunden Darm“

 

Du teilst deinem Körper mit bis zu 1000 verschiedenen Arten von winzigen Lebewesen. Dieser „Bakterien-Haushalt“ wird von Medizinern MIKROBIOM genannt. Die meisten und wichtigsten von ihnen besiedeln die fein gefalteten Schleimhäute deines Darms. Dort gibt es für sie ideale Lebensbedingungen: ein feuchtwarmes Klima und ausreichend Nahrung.

Die „unsichtbaren Mitbewohner“ haben eine große Macht: sie produzieren im Darm sogenannnte bioaktive Stoffe, die bisher nur von deinen Nervenzellen im Gehirn bekannt sind.

Dort sind sie für die Kommunikation untereinander wichtig. Ihrer Hauptaufgabe ist es, deine Stimmung zu regulieren. Das überraschende dabei ist:

Nicht im Kopf, sondern Verdauungstrakt lassen sich große Mengen der wichtigsten GUTE-LAUNE-HORMONE finden.

Die hälfte des körpereigenen Dopamins und bis zu 90% deines Seretonins werden im Darm gebildet. Selbst die sog. Gamma-Amino-Buttersäure (GABA), die eine beruhigende Wirkung auf dich haben, ist hier zu finden.

Bei einem Stimmungstief kann die bewusste Ernährungsumstellung kann Wunder bewirken. Denn mit dem richtigen Essen und Trinken „züchtest du“ nicht nur ein gesundes Mikrobiom, sondern ergänzst du auch fehlende Bakterien.

Klingt zu einfach um wahr zu sein?

kanadische Forscher der McMaster University ist es immerhin gelungen, aus „keimfreien“ ängstlichen Mäusen durch die Gabe bestimmter Bakterien entspannte Tiere zu machen. Bei Menschen fonktioniert es genauso!!

Psychchobiotika die neue Hoffnung der Forschung

Die zukunft prophezeiht daß,  durch die Gabe bestimmter Bakterien und ihre  Nährstoffe (Präbiotika), es genügt einen gesunden Mikrobiom zu züchten und somit viele Volkskrankheiten wie die Depression zu heilen.

in diese sechs Bakterienarten setzen Forscher große Hofnungen, denn ihre mikrobiotischen Botenstoffe sind in der Lage, Stimmung und Verhalten ganz natürlich zu beeinflussen.

Mykobakterium vaccae: lindert Angstsmptome und verbessert gleichzeitig die Fähigkeit komplexe Aufgaben zu lösen.

Bifidobakterium infantis: gehört zu den „guten“ Mikroorganismen, die den Darm besiedeln und Gehirnprozeße beeinflussen. Ist ebenfalls in der Lage depressive Symptome zu mildern

Bacteroides fragilis: kann bei entwicklungsneurologischen Störungen wie Autismus die Mängel sowie die Auffälligkeit im Umgang mit anderen oder im Verhalten mindern.

Bifidobakterium longum: normalisiert ängstliches Verhalten. In Kombination mit anderen Biofidobakterien sowie Lactobazillen fördert dieses Bakterium die Bildung von Erinnerungen

Lactobazillus rhamnosus JB-1: reduziert nachweisbar das Verhalten und das Empfinden, das mit Depressionen oder Ängsten einhergeht. Kombiniert mit L. helveticus mindert das Bakterium Gedächtnisstörungen.

Lactobazillus helveticus R0052: ist in der Lage, angstgesteuertes Verhalten zu mindern und reduziert außerdem Gedächtnisstörungen.

 

Du bist was du isst

Je ungesünder du dich  ernährst um so schneller verlierst du dein Mikrobiom, 2 Wochen ungesunde Ernährung wie Fast Food reicht aus um bis zu 40% deines Mikrobioms zu vernichten!!

Die gute Nachricht ist: Um eine gesunde Bakterienvielfalt zu wharen, gibt es geeignete Nahrungsmitten und Zusätze, die das „züchten“ des Mikrobioms nachhelfen.

  1. Präbiotika – das sind die unverdaulichen Lebensmittelbestandteile, die den Bakterien im Darm als Nahrung dienen. Ideal ist eine tägliche einnahme von z.B Aloe Vera Gel besster Qualität
  2. Probiotika – sind verschiedene Bakterienstämme, wie oben aufgelistet, die für die gesunde Besiedlung des Darms sorgen. Achte darauf wo diese Präparate sich zersetzen (im Magen oder im Darm). Ich habe die Beste Erfahrung mit Preparaten gemacht, die die Magenschranke überstehen und im Darm (wo sie hingehören) sich zersetzen.

Probiere es aus. Schreib mir ein Kommentar wenn du Fragen oder Anmerkungen zu meinem Artikel hast.

Herzlichst

Rajaa