Kommt dir das bekannt vor? Diese Tage in denen nichts und niemandem es dir recht machen
kann. Eine Kleinigkeit bringt dein Fass zum Überlaufen, es schein dir so als ob eine
Regenwolke dein Tag verfolgt?

es schein dir so als ob eine Regenwolke dein Tag verfolgt

 

Wenn du dich hier erkennst, es ist hilfreich dir folgende Frage zu stellen:

„WELCHES BEDÜRFNIS KOMMT GERADE ZU KURZ?“

Gefühle sind das Sprachrohr unsere Bedürfnisse.

Leider ist es bei den meisten von uns so, dass wir darauf konditioniert sind genau dieses
Sprachrohr der Bedürfnisse (unsere Gefühle) im Keim zu ersticken um anderen zu gefallen
oder die Erwartungen anderer zu erfüllen, sei es unsere Eltern, unsere Partner, unsere
Vorgesetzten oder unsere Kinder. Wir Frauen neigen stärker dazu eigene Bedürfnisse zu
unterdrücken um gemocht und geliebt zu werden!! diese Prozesse laufen überwiegend unbewusst.

Du fragst dich bestimmt warum ist es wichtig Bedürfnisse zu erkennen?
Meine Antwort an dich:
Ein Bedürfnis zu erkennen und das Gefühl darunter Anzuerkennen macht dich FREI und
UNABHÄNGIG von Umständen und von anderen Menschen.

Warum?

Weil du nichts und niemandem für deinen schlechten Tag verantwortlich machen brauchst.
Wenn du die Ursache für deine Misere selber erkennst, bist du in der Lage diese auch zu
wandeln.

Wieso ist es so wichtig?

Um andere mitfühlend und empathisch begegnen zu können, muss du dir über

deine eigenen Bedürfnisse im Klaren sein.

Dieses ist die Basis für jede Interaktion mit der Außenwelt!!

Merkst du wieviel Macht du in dem Thema der SELBSTVERANTWORTUNG hast?

Wenn du ein Mensch bist, der nicht die angeborene Fähigkeit besitzt aus seinem Gefühl das
abzuleiten was er gerade brauchst. Dann wirst du von den nächsten 4 Schritten profitieren
denn das Erkennen eigener Bedürfnisse ist eine Fähigkeit die du, mit etwas Übung, leicht
selbst entwickeln kannst.

Die folgende 4 Schritte helfen Dir dabei.

 

Schritt 1: Gedanken identifizieren

Alle menschlichen Gefühle wie Frust, Ärger, Unzufriedenheit …etc gehen mit einem inneren
Monolog einher. Damit sind Gedankenschleifen in deinem Kopf gemeint, die dir Geschichten
erzählen, Geschichten entweder über dich selbst oder über deine Situation. Diese „geistigen
Erzählungen“, diese Gedanken sind selten positiv, ich würde sie eher als destruktiv
bezeichnen.
Du bist gut geraten, wenn du für einen Moment Inne hälst und diesen Monolog kurz Gehör
verschaffst ohne den Inhalt der Geschichte persönlich zu nehmen.
Stell dir z.B eine Situation vor, in der du verärgert warst, welche Gedanken gingen dir in
dieser Situation durch den Kopf. Schreib sie dir am besten auf.

 

Schritt 2: Annehmen was gerade ist

Nach dem du den Monolog, die Geschichte in deinem Kopf kurz beobachtet und identifiziert
hast. Erkenne einfach die Tatsache, dass es in Ordnung ist in diesem Moment verärgert zu
sein – um bei dem Beispiel zu bleiben.

Nimm dich mit deinen Gedanken und deinem Gefühlen an, auch wenn es nur für einen
kleinen Moment ist.
Unterlasse jegliche versuche gegen der Situation anzukämpfen und dir einzureden: dieses
oder jenes Gefühl DARF nicht sein oder ich sollte mich besser fühlen als wie ich mich fühle .
Nimm einfach dich, dein Gefühl und dein Monolog an.
Dein Gefühl ist ein klarer Indikator für ein persönliches Bedürfnis, was gerade nicht erfüllt
wird, sonst würde es sich nicht so anfühlen.
In dem du dich in dem annehmen deiner Gefühle übst, wirst du mit der Zeit feststellen wie
schnell die Mächtigkeit dieser Gefühle abflacht.

 

Schritt 3: Sich selbts fragen

Aus deiner Haltung des Beobachtens und Annehmens heraus, machst du dir bewusst was in

dir vorgeht. Jetzt gehst du einen Schritt weiter und stellst dir folgende Fragen:

1. Entspricht dem was ich jetzt denke der Wahrheit?
2. Bin ich mir 100% sicher, dass es die Wahrheit entspricht?
3. Wie fühle ich mich gerade wenn ich der Gedanken nach hänge?
4. Wie würde ich mich fühlen wenn ich nicht diese Gedanken hätte?

Ich garantiere dir, bei der ersten Frage wirst du feststellen, dass dein Denken über die
Situation wesentlich dramatischer ausfällt als die Situation selbst. Die anderen Fragen werden dir dieses nochmal bestätigen.

Wir neigen dazu ein aufsteigendes Gefühl (um beim Ärger zu bleiben) mit negativen Gedanken zu verstärken.

Ddieses passiert unbewusst da wir die Geschichten für Wahr erachten.

In Wahrheit können wir nie sicher sein ob unsere Gedanken,
die auf Grund eines Gefühls entstehen der Absoluten Wahrheit entsprechen, vor allem wenn
es um eine Interaktion mit einem anderen Menschen geht.

Die Antwort auf der 3ten Frage spiegelt dir dein emotionaler Zustand als Ergebnis deines
aktuellen Denkens, mit der entsprechenden Qualität deiner Gedanken- negative Gedanken -> negative Emotionen!!

Schritt 4: Spieglein Spieglein an der Wand

Deine Antwort auf deiner 4-ten Frage verschafft dir einen Einblick über dein wahres Bedürfnis.
Alles was du in Schritt 3 dir erarbeitet hast, zeigt dir klar und deutlich auf, welche
Bedürfnisse du auf deinem gegenüber projizierst.

Das Gegenüber dient dir als Spiegel und reflektiert dir alle deine Themen, worauf du noch einen blinden Fleck hast.

Nehmen wir weiterhin das Thema Ärger als Beispiel für Schritt 4:

Stell dir eine Situation vor in der du dich über dein Partner ärgerst da er dich nicht verstanden hat
– ein Thema was bei uns Frauen häufig vorkommt.
wie würde ich mich fühlen wenn ich nicht über meinen Partner denken würde, dass er mich
nicht versteht?
Antwort könnte lauten: wenn ich das Gegenteil denke: mein Partner versteht mich, würde
ich mich friedlicher fühlen.
Mein Grundbedürfnis lautet: wenn ich mich selber verstehe, würde ich Frieden finden.
Mein Bedürfnis ist „mich selber verstehen“  bzw „Frieden in mir finden“.

Es gibt mehrere Wege mein Bedürfnis zu befriedigen.
Um mich selbst verstehen zu können, muss ich Zeit mit mir selber verbringen.

Dann kann ich mich ehrlich fragen:

  • habe ich genügend Zeit mit mir selbst?
  • Wie fülle ich diese Zeit?
  • Fühle ich mich wohl mit mir selbst …usw

Wie du sehen kannst, aus einer einzigen Situation heraus mit dem entsprechenden Gefühl
kann ich ableiten, was für mich persönlich wichtig ist. Ich garantiere dir, wenn du einmal
dein Bedürfnis einmal befriedigt hast, wir die Situation „mein Partner löst Ärger in mich da er
mich nicht versteht“ nie wieder auftauchen.

Unsere äußere Umwelt spiegelt uns unser inneren Umstände

Fazit

Unsere Bedürfnisse sind schlicht und einfach direkte Wegweiser auf unseren Umgang mit
uns selbst. Je fürsorglicher wir mit uns und unseren Bedürfnissen umgehen umso bewusster
können wir die Bedürfnisse unserer Mitmenschen achten und respektieren.
Daher ist die Wahrnehmung von unseren momentanen Gefühlen von großer Bedeutung
ohne jegliche Wertung oder Erwartung an uns selbst.

Der erste Schritt ist, mit mir selbst in Kontakt zu kommen, mich mitfühlend mir selbst zuzuwenden.

Erst dann sind meine Sinne, mein Herz und mein Bewusstsein wirklich offen dafür, wie es Anderen geht.

Meditation ist eine Möglichkeit um die Verbindung zu sich selbst (zu seinen Gedanken uns seinen Gefühlen) und die innere Klarheit zu stärken. Wenn du darin geübt bist, äußere Eindrücke für einen Moment auszublenden und die Wahrnehmung nach innen zu richten, fällt es Dir auch in alltäglichen Situationen leichter, zu spüren, was gerade in Dir vorgeht. Das mag jetzt zeitaufwändig klingen, und am Anfang und bei großen, seit Jahren schon existierenden Konflikten ist es das auch manchmal. Im normalen Alltagsgeschehen dauert dieser Prozess mit etwas Übung jedoch nur ein paar Augenblicke.

In Liebe

Rajaa