Ich lerne aus meinem Mama-Universum sehr viel über mich selber und über meine Praxis, als Achtsamkeitslehrerin. Die wharen Achtsamkeitshelden sind und bleiben unsere Kinder.

Weihnachten ist eine besondere Jahreszeit hier in Deutschland, ich bin zwar in dieser Kultur nicht aufgewachsen aber meine 25 Jahre Integration in der deutschen Kultur hat mich sehr geprägt. Dank der Entwicklung meines Sohnes darf ich in dem Weihnachtszauber durch Kinderaugen mitwachsen. Die Essenz dieser Zauber liegt für mich in der Herzensqualität der LIEBE und in der Gemeinschaft einander zu dienen.

Gestern Vormittag habe ich mir die Zeit genommen für ein besonderes Projekt. als freiwillige habe ich mich mit einer Mama Freundin für das Plätzchen backen in dem Kindergarten bei der Sonnengruppe von meinem Sohn angemeldet. Vielleicht wollte ich mit dieser Aktion meinen Gewissen beruhigen, dass ich die letzten Wochen beruflich bedingt sehr viel unterwegs war und kaum Zeit für meinen kleinen Sohn Zeit hatte. Letztendlich habe ich festgestellt, dass es einer der wunderbarsten Entscheidungen war meine Achtsamkeitspraxis beim TUN zu vertiefen:

Die Kinder sind reine Wesen, mit einer unglaublichen Neugier und eine unendliche Begeisterungsfähigkeit. Als wir unser Teig und die restlichen Hilfsmittel ausgepackt haben standen alle 11 Kinder um unser Tisch herum und wollten alle wissen was jetzt zu tun ist. Die Aufregung war groß, Anfangs wollten sie alle sich an diesem Projekt beteiligen. Meine Freundin und ich haben schritt für schritt erklärt was als nächstes zu tun ist. Ganz schnell habe ich beobachtet wie die Kindergruppe sich automatisch aufgeteilt hat, die kleinen haben schnell die Lust verloren und kehrten zurück zu der Spielecke. Die mittleren und die Großen haben sich die Aufgaben aufgeteilt in Führer, Ausführer und Beobachter J: Wer rollt jetzt den Teig aus, wer streicht das Eiweiß, wer schneidet die Teigrolle und wer verteilt die runden Teigschnecken gleichmäßig auf dem Backblech und wer ist für die Backzeit verantwortlich. Es war für mich so faszinieren zu sehen, wie jeder der Kinder seine Rolle spielerisch aber ernst genommen hat und sich der tätigen Gruppe einfach gefügt hat ohne Streit oder Rangeleien, so selbstverständlich die Arbeit wie ausgeteilt mit eigener Kreativität auszuführen.

Mit einer Hingabe und Ausdauer wurde das Projekt zu Ende gebracht. Die Plätzchen sind gelungen und haben köstlich geschmeckt. Die leuchtenden Augen jedes Kindes, das sich bis zum Schluss beteiligt hat mein Herz erreicht.

Eins habe ich aus dieser tollen Erfahrung mitgenommen: es sind nicht die teuren Sachgeschenke unter dem Weihnachtsbaum die das Leuchten im Herzen unserer Kinder hinterlassen, es sind die gemeinsamen glücklichen Momente in denen sich unsere Kinder mit ihrem SEIN voll und ganz aktiv beteiligen dürfen und Jahre später noch davon erzählen.

Eure Rajaa